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mehr »160 Hektar Fläche misst der Tierpark Friedrichsfelde und ist damit der größte Landschaftstiergarten Europas. Tatsächlich fühlt man sich hier wie in einem weitläufigen Park. Allerdings einem, in dem man ziemlich exotischen Tieren begegnen kann.
Gegründet wurde der Tierpark Friedrichsfelde 1954 auf dem Gelände des Schlossparks Friedrichsfelde, Direktor wurde Heinrich Dathe.
Zur Eröffnung des Tierparks Friedrichsfelde am 2. Juli 1955 kamen der Ost-Berliner Oberbürgermeister Friedrich Ebert und DDR-Präsident Wilhelm Pieck. Auf der damaligen Fläche von etwa 60 Hektar waren 400 Tiere in 120 Arten untergebracht. Nach und nach erweiterte sich der Bestand – viele Tiere wurden aus anderen Zoos gespendet. Immer wieder wurden neue Gehege gebaut.
Zu den besonderen Gebäuden im Tierpark Friedrichsfelde gehört das 1963 erbaute Raubtierhaus, das nach Alfred Brehm benannt ist und zu dem eine 16 Meter hohe Tropenhalle gehört, in der neben exotischen Pflanzen viele tropische Vogelarten leben. 1963 entstand auch die Cafeteria, das Verwaltungsgebäude wurde 1969 erbaut, das Dickhäuterhaus kam 1989 hinzu. Inzwischen hat der Tierpark Friedrichsfelde außerdem drei große Bärenanlagen mit dem 2007 sanierten Bärenschaufenster und der Bärenschlucht, eine Eisbärenanlage mit Schwimmbecken und Wasserfall, Raubkatzengehege, eine 60 Meter lange Greifvogelvoliere, Freianlagen für Schneeleoparden und Huftiere, das Giraffenhaus, eine Africanum-Anlage mit Tieren aus Afrika, eine Tempelanlage für Affen, das 1987 eröffnete Krokodilhaus, die Schlangenfarm und viele mehr. Für Wasservögel gibt es große Wasserflächen.
Der Tierpark Friedrichsfelde ist der einzige deutsche Zoo, der sowohl Asiatische, als auch Afrikanische Elefanten hält. Sie leben nicht nur im Dickhäuterhaus, sondern haben auch noch zwei 6000 Quadratmeter große Freigehege. Überhaupt ist viel Platz im Tierpark Friedrichsfelde, dessen Fläche von anfangs 60 auf inzwischen 160 Hektar angewachsen ist. Manche Tiere laufen frei herum – zur Freude der Besucher, die schon mal in direkten Blickkontakt mit einem Pelikan kommen können.
Seinen Landschaftspark-Charakter verdankt der Tierpark Friedrichsfelde auch den vielen Pflanzen und den ausgedehnten Wald- und Wiesenflächen. Mehr als 8500 Bäume in 60 Arten wachsen hier, es gibt ausladende Hecken und außerdem Kübel mit botanischen Seltenheiten. Zum Gelände gehört auch der Karl-Foerster-Garten, der dem 1970 verstorbenen Staudengärtner Karl Foerster gewidmet ist.
Gleich hinter einem der Eingänge des Tierparks Friedrichsfelde liegt das Schloss Friedrichsfelde, das der Holländer Benjamin Raule 1695 erbauen ließ. Die Pläne stammen wahrscheinlich vom Architekten Johann Arnold Nering. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts war es im Besitz der Familie von Treskow, die hier ein Gut einrichtete und 1821 Peter Joseph Lenné mit der Gestaltung einer Gartenanlage beauftragte. Das Schloss, das den Zweiten Weltkrieg fast unbeschädigt überstand, wurde 1955 in den Tierpark integriert. Seit 1981 ist das sanierte Schloss öffentlich zugänglich.
Nach der Wiedervereinigung gab es Diskussionen, ob Berlin zwei Zoologische Gärten braucht. Im Zuge dieser Gespräche wurde auch über die Schließung des Tierparks Friedrichsfelde nachgedacht, bis 1991 Bernhard Blaszkiewitz Direktor des Tierparks wurde. Die Anlage wurde zur GmbH und fortan gab es eine enge Zusammenarbeit beider Gärten. Seit 2007 ist Blaszkiewitz auch Direktor des Zoologischen Gartens.
Adresse: Tierpark Friedrichsfelde, Am Tierpark 125, Friedrichsfelde, Tel.l 030/51 53 10, www.tierpark-berlin.de. Anfahrt: U5 bis Tierpark, Tram M17, 27, 37, Bus 296, 396, 194.
Geöffnet: 1.1.-25.3., 9-17 Uhr, 29.3.-8.9., 9-19 Uhr, 9.9.-20.10., 9-18 Uhr, 21.10.-31.12., 9-17 Uhr, Kassenschluss 1 Std. vorher
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