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Best of Berlin

Gute Rinderstube

Der Besuch im Steakrestaurant ist immer ein Ereignis. Die Fachsimpelei mit dem Personal, die Wahl von Besteck, Beilage und Sauce vollenden das Vergnügen. Das Angebot in Berlin ist groß.
 



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Charlottenburg: Brot und Saucen hausgemacht

1. Das leicht marmorierte Rib-Eye-Steak vom Black Angus Rind ist eine kulinarische Neuigkeit, die das Charlottenburger Steakhaus im Angebot hat. Seit 1968 gibt es die in Hamburg gegründete Steakhaus-Kette. Die Charlottenburger Dependance mit rund 140 Plätzen wurde 1989 eröffnet. Es war die erste in Berlin. Hier gibt es Fleisch von artgerecht gehaltenen Rindern aus Nebraska, verarbeitet im eigenen Fleischerei-Meisterbetrieb. Vom 180-Gramm Filet Mignon bis zum 500-Gramm T-Bone-Steak. Brot und Steaksaucen sind hausgemacht.

 

Block House Theodor-Heuss-Platz 2, Charlottenburg, U2 Theodor-Heuss-Platz, tägl. 11.30-24 Uhr, Tel.29 90 20, www.block-house.de

Zehlendorf: Essen wie beim Gaucho

2. Gemütlichkeit nach Gaucho-Art: dem hat sich das Steakhaus in einem schmucken Eckgebäude im Süden der Stadt verschrieben. Im dezent rustikalen, auf Ziegelsteinwände und Gebälk setzenden Ambiente gibt es Hüft-, Rump- und Filetsteak sowie Entrecôte. Angeboten werden 200- und 300-Gramm-Portionen, für den kleinen Hunger auch 120-Gramm-Scheiben. Sein Fleisch kann man, dann gegrillt wie ein Steak, als Hamburger bestellen. Die Beilagenkarte bietet neben der üblichen Folienkartoffel auch anderes Gemüse, etwa Maiskolben.

 

Asado Potsdamer Chaussee 8, Zehlendorf, S1 Mexikoplatz, tägl. 11.30-24 Uhr, Tel. 801 53 18, www.asado-steakhouse.de

Mariendorf: Eine Institution seit 25 Jahren

3. Damen, so verrät der Service, bevorzugen kleinere Steaks aus Argentinien. Männer würden eher größere Portionen vom US-Rind ordern. 25 Jahre alt wird das Steakhaus in diesem Jahr. Es bietet rund 60 Plätze. Stammgäste kommen auch wegen der hausgemachten Pfeffersauce. "All you can eat", genauer: soviel wie auf den Teller passt, gibt es beim Salatbüffet für 3,90 Euro pro Person. Wer in der Gruppe ab vier Personen einen herzhaften Abend verleben will, reserviert das Acht-Gänge-Fleisch-Menü, das rund 22 Euro pro Person kostet.

 

Deseado Tauernallee 6, Mariendorf, Bus X76 bis Tauernallee/Säntisstraße, tägl. 9-24 Uhr, Tel. 741 31 71, www.deseado.de

Wilmersdorf: Frisch vom Lavastein-Grill

4. In der offenen Küche des zeitgemäß eingerichteten Steakhauses wird am Lavastein-Grill gearbeitet. Hier brutzeln Steakhaus-Klassiker wie argentinisches Rumpsteak, das mit Kroketten, Brokkoli und Kräuterbutter serviert wird. Entrecôte wird mit grünen Bohnen, Backkartoffeln und natürlich auch Kräuterbutter gereicht. Die Saucen sind hausgemacht. Wer sonnabend und sonntags ab 20 Uhr kommt, kann sich als Aperitif einen Cocktail für fünf Euro gönnen. Auch für Geschäftsleute interessant: Mittags bietet das Steakhaus am Kurfürstendamm einen preiswerten Lunch an.

 

Prime Grillhouse Kurfürstendamm 156, Wilmersdorf, tägl. 11.30-24 Uhr, Tel. 890 068 47, prime-grillhouse.com

Prenzlauer Berg: Wagyu-Rind aus Down Under

5. Vorn im Lokal steht ein imposanter Bronzestier. Im Grill- und Pastabereich wandern die besten Stücke seiner Verwandtschaft auf die Hightech-Grills. Im Restaurant Tauro kommen die Steaks und Filets nicht nur aus Argentinien oder Amerika. Die Tauro-Köche setzen auch auf freilaufende Rinder aus Australien. Das Wagyu-Fleisch ist durchaus empfehlenswert. Ein 300-Gramm-Rumpsteak kostet allerdings 66 Euro. Auch vom anderen Ende der Welt, aber weitaus preisgünstiger: das 350-Gramm-Entrecôte aus Neuseeland.

 

Tauro Schönhauser Allee 176, Prenzlauer Berg, U2 Senefelder Platz, tägl. 16-1 Uhr, Tel. 400 560 48

Waidmannslust: Qualität zum fairen Preis

6. Wenn man von einem befreundeten Fleischer einen Restauranttipp bekommt, sollte man ihn befolgen. Seine Kurzbeschreibung "Einrichtung sehr rustikal, aber top Filet". Das einer deutschen Gaststätte ähnelnde Steakhaus gegenüber dem S-Bahnhof Waidmannslust serviert für erstaunliche Preise argentinisches Hüft- Rump-, Filet- und Pfeffersteak. Und dies exakt so blutig oder well done wie man es bestellt hat. Die teuerste Variante, ein 300-Gramm-Stück, kostet 19,50 Euro. Beilagen, wie die große Folienkartoffel, werden extra berechnet.

 

Stampedo Waidmannsluster Damm 176a, Waidmannslust, S1, 85 Waidmannslust, Tel. 411 20 17, Mo.-Fr. 16-24, Sbd. & So. 11.30-24 Uhr

Pankow: Argentinien auf dem Teller und im Glas

7. Ein romantisches Dinner im Steakhaus? In Pankow ist das möglich. Und durchaus erschwinglich. Das Vier-Gang-Menü (34,90 Euro pro Person) wird von romantischer Musik und Kerzenlicht begleitet. Die Steak Company liebt es gemütlich. Die Räume sind mit Liebe zum Detail eingerichtet, auf schwarzen Lederstühlen genießen die Gäste ein Glas Malbec, den Vorzeigewein der Argentinier. Es gibt auch andere Weine aus Übersee. Zu den argentinischen Steaks, die auf dem Lavasteingrill zubereitet werden, kann man aus einem knappen Dutzend Saucen wählen.

 

Steak Company Grunowstr. 1, Pankow, Mo.-Fr. 17-24, Sbd. 12-24, So. 10-24 Uhr, Tel. 495 003 63, steak-company-berlin.de

Kreuzberg: 180 Gramm für die Dame

8. Weniger ist mehr, lautet die Devise. Also wurde die Speisekarte im Asador verkleinert. Ein Zeichen für Qualität. Diese ist besonders bei argentinischem Steak, bei Filet und den hausgemachten Saucen bemerkbar. Das Fleisch wird auf einem Lavastein-Grill zubereitet. Die Fleischportionen beginnen schon bei 180 Gramm. Die geringe Größe ist offenbar bei weiblichen Gästen besonders beliebt. Unter den Beilagen findet man ebenso Figurfreundliches, etwa Grilltomate und mediterranes Gemüse. Die Weine stammen von argentinischen Winzern. Auffällig altmodisch gibt sich das Personal: Serviert wird mit einem schwarzen Handtuch über dem rechten Arm.

 

Asador Wilhelmstr. 22, Kreuzberg, U1, 6 Hallesches Tor, Mo.-Fr. 16-24, Sbd. 12-24 Uhr, So. 12-22 Uhr, Tel. 259 318 18, www.restaurant-asador.de

Mitte: Königlich grillen und Promis gucken

9. Der stilvolle Grill mit hoher Promidichte gilt als Repräsentant der neuen Freude am Fleisch. Nach einem Dutzend Austern Sylter Royal lässt sich die hippe Hauptstadt-Szene mit ihren internationalen Besuchern gern ein luftgetrocknetes Filet vom Rittergut Temmen oder einen ganzen Hummer auf den Rost legen. Ausgesprochen löblich ist dazu die ausgesuchte Weinbegleitung. Und auch der Service ist weder so verhuscht noch so arrogant wie es gelegentlich heißt. Für Freunde von stilvollem Ambiente und Hauptstadt-Glamour ist das Restaurant eine gute Wahl.

 

Grill Royal Friedrichstr. 105 b, Mitte, S1,S2,S25,S3,S5,S7,S75, U2, U6 Friedrichstr., tägl. ab 18 Uhr, Tel. 288 792 88, www.grill-royal.de

 

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