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Für alle, die nichts verpassen wollen...
Charlottenburg-Wilmersdorf
Das Keramik-Museum darf als eines der charmantesten Häuser der Stadt gelten. In den verwinkelten, 1712 errichteten Räumen werden Keramiken von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur späten Moderne gezeigt, stets in sechs bis sieben Wechselausstellungen pro Jahr. Das Museum kann auf einen Fundus von etwa 8000 Objekten zurückgreifen. Gezeigt werden Geschirr, Vasen, Krüge, Leuchter, auch Wärmflaschen und andere Alltagsgegenstände, die teils in namhaften Werkstätten hergestellt wurden.
Keramik-Museum Berlin, Schustehrusstraße 13, Tel. 902 91 29 48, Sa., So., Mo., 13-17 Uhr
Friedrichshain-Kreuzberg
Von kunstgewerblichen Einzelstücken und Design-Klassikern bis zu Massenware und Geschmacksverirrungen: Im Museum der Dinge lässt es sich gut stöbern. Kern der Einrichtung ist das Archiv des Deutschen Werkbundes. Bis 11. Januar läuft die Sonderausstellung "Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks".
Werkbundarchiv - Museum der Dinge, Oranienstraße 25, Tel. 92 10 63 11, Fr.-Mo., 12-19 Uhr
Lichtenberg
Das Stasimuseum gibt Einblicke in die Tätigkeiten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Zu sehen sind unter anderem die im Original erhaltenen Dienst- und Arbeitsräume des letzten amtierenden Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke, Teile der Überwachungs- und Beobachtungstechnik des MfS wie "Wanzen" oder versteckte Infrarotstrahler für Nachtaufnahmen. Im Rahmen der Ausstellung " Widerstand und Opposition in der DDR" wird eine Gefängniszelle gezeigt. Gut dokumentiert sind die Ereignisse, die 1989 zur Öffnung der Grenze führten.
Stasimuseum, Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße, Ruschestraße 103, Haus 1, Tel. 553 68 54, Mo.-Fr., 11-18, Sbd./So., 14-18 Uhr
Marzahn-Hellersdorf
Es stand lange Zeit schlecht um dieses Museum, doch nun präsentieren sich alle Ausstellungsräume in ansehnlichem biedermeierlichen Zustand. Die seit den sechziger Jahren von Charlotte von Mahlsdorf (1928-2002) zusammengetragenen Möbel verteilen sich auf Gemächer wie den Gartensaal, den Damensalon, das Arbeits- und das Speisezimmer. Die Räume sind jeweils als kleine Gesamtkunstwerke arrangiert, alles passt zueinander, von der Gardine, dem gusseisernen Ofen und dem samtenen Chaiselongue bis zum etwas muffigen Geruch der Bürgerlichkeit - stets ergänzt durch mechanische Musikmaschinen. Nur bedingt jugendfrei ist das Zimmer für die Frauen der käuflichen Liebe. Für alle da und zu mieten hingegen ist die Kneipe der legendären " Mulackritze".
Gründerzeitmuseum, Hultschiner Damm 333, Tel. 567 83 29, Mi./So., 10-18 Uhr und nach Vereinbarung
Mitte
Zuckerrohr, Zuckerrübe, Blutzucker, Kandiszucker, Alkohol: In etlichen Varianten tritt der süße Stoff auf. Im Zucker-Museum ist das Modell der ersten Rübenzuckerfabrik der Welt von 1801 zu sehen, es werden alte Apparaturen zum Alkoholbrennen vorgestellt und auch mit Filmen und Dia-Vorträgen Fragen zum Thema Zucker beantwortet. Sonntags um 11.30 Uhr kostenlose Führung und um 14.30 Uhr eine Zuckerkunstvorführung.
Zucker-Museum, Amrumer Straße 32, Tel. 31 42 75 74; Mo.-Do., 9-16.30, So., 11-18 Uhr
Neukölln
Das "Museum im Böhmischen Dorf" im alten Schulhaus von 1754 zeigt die Geschichte der Böhmischen Glaubensflüchtlinge. Das älteste Stück der Sammlung ist ein kleines Nudelholz, mit dem die Kinder 1737 auf der Flucht spielten. Mit dabei auch ein Stoffpferd, ein Handbügeleisen von 1880, in das zum Bügeln ein heißes Eisenstück geschoben wurde, und alte Trachten. Der Rundgang ist nach Themen wie Wirtschaft, Arbeit, Handwerk und Schule gegliedert. Führungen sind nach Absprache möglich.
Museum im Böhmischen Dorf, Kirchgasse 5, Tel. 687 48 80; Do., 14-17 Uhr, am ersten und dritten Sonntag im Monat 12-14 Uhr
Pankow
Das Schloss hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich, und gerade sie soll ausgestellt werden, wenn das renovierte Haus in einigen Tagen öffnet. Im Erdgeschoß werden die Räume von Königin Elisabeth Christine zu sehen sein - und damit der einzige Rokokosaal der Stadt. In Schönhausen sind dann auch das Arbeitszimmer des ersten DDR-Ministerpräsidenten Wilhelm Pieck, der im Schloss seinen Amtssitz hatte, die Räume, die der DDR später als Gästezimmer für ihre Staatsbesuche dienten, sowie die Sammlung der gräflichen Familie Dohna zu besichtigen.
Schloss Schönhausen, Tschaikowskistraße 1, Tel. 0331/969 42 00, Di.-So., 10-17 Uhr (ab 19. Dezember 2009)
Reinickendorf
Als Museum zum Anfassen versteht sich die Schau "Alliierte in Berlin" . Auf dem Areal am Flughafen Tegel stehen alte Panzer, Armeefahrzeuge und Flugzeuge. Bei Führungen können Besucher sich auch ins Cockpit setzen. In einem alten Hangar befinden sich nachgestellte Büroräume sowie Vitrinen zu verschiedenen Themen. Ein Raum ist den Care-Paketen gewidmet. In den Wintermonaten ist das Museum jeweils an den Wochenenden geöffnet, sofern kein Schnee liegt.
Alliierte in Berlin, Kurt-Schumacher-Damm 42-44, Tel. 0179/531 50 00, Sbd./So., 12-16 Uhr
Spandau
Das im Aufbau befindliche Museumsdorf verfügt bereits über interessante Exponate. Arbeitskreis Gatow und Förderverein historisches Gatow wollen nicht nur die Geschichte des Bauerndorfs darstellen, sondern auch das ländliche Leben und Arbeiten in vergangenen Zeiten dokumentieren. Neben Stall, Gärtnerei und altem Herrenhaus (heute Kita) des ehemaligen Gutshofs sind Waschhaus und Remise restauriert.
Museumsdorf Gatow, Buchwaldzeile 43-49, Tel. 361 91 43, Führungen nach Absprache, Sonntag ab 11 Uhr, Führungen und Eintritt frei, Spende erbeten
Steglitz-Zehlendorf
Wie funktioniert ein Kraftwerk? Oder eine Straßenlaterne? Ehemalige Mitarbeiter der Bewag betreiben auf dem Gelände des einstigen Heizkraftwerks Steglitz das Energie-Museum Berlin. So sind dort Exponate aus dem Kraftwerksbereich, der Feuerungstechnik (Kohle, Öl, Gas) sowie der Messtechnik ausgestellt. Zeichnungen aller Heizkessel aus Ost- und West-Berlin von 1925 bis 1990 sind auch zu sehen.
Energie-Museum Berlin, Teltowkanalstraße 9, Tel. 70 17 77 55, Besichtigung nur nach Anmeldung
Tempelhof-Schöneberg
Klein, aber fein ist das Museum der unerhörten Dinge. Direktor Roland Albrecht hat Ungewöhnliches zusammengetragen. Neben Walter Benjamins Schreibmaschine ist dort der Einschlag eines Gedankenblitzes genauso zu sehen wie Schlacke aus einem Hochofen, versteinerter Bärlapp oder der rote Faden, der durchs Leben führt.
Museum der unerhörten Dinge, Crellestraße 5-6, Tel. 781 49 32, Mi.-Fr., 15-19 Uhr
Treptow-Köpenick
Über die Geschichte der Wasserversorgung informiert das Museum im Wasserwerk Friedrichshagen. Die Dauerausstellung zur Epoche 1850-1950 befindet sich in der Kesselhalle. Auf der Freifläche sind Pumpen, Rohrleitungen und Schieber ausgestellt, in der alten Maschinenhalle steht eine Dampfmaschine von 1893. Am 1.und 3. Sonntag im Monat werden um 14 Uhr Führungen ohne Anmeldung angeboten.
Museum im Wasserwerk Friedrichshagen, Müggelseedamm 307, Tel. 86 44 76 95, Di.-Fr., 10-15, So., 10-16 Uhr
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