Bookmark and Share
A A A

Kleine Entdeckungen

Trödel aus vergangenen Lebzeiten

In diesem Monat feiert man Geburtstag: Der Trödelmarkt an der Richardstraße in Neukölln wird sieben Jahre alt. Er ist einer der größten Märkte in Berlin. Aber trotz des Jubels und des Jubiläums – ein bisschen hat das Geschäft auch mit dem Tod zu tun.



Weitere Bilder

 

Chefin Angelika Schilling hatte schon früher, in den 80er-Jahren, zwei eigene Trödelläden. Doch damit war Schluss, als ihre Kinder zur Welt kamen. Sobald sie aus dem Haus waren, begann Angelika Schilling wieder zu „trödeln“: erst auf 300 Quadratmetern, inzwischen auf 2000 Quadratmetern. Ein gepflasterter Weg führt zu den Gebäuden hin. Gleich vorn stehen Nippes und Puppen, Spieluhren, Sessel und Schreibtische. Es folgen wüst anmutende Kleider und ein Stockwerk voller Bücher. Später eine Veranda mit Lampen. Danach eine offene Halle voller Möbel. Am Dachfirst hängen CDs als Dekoration. Ein bis zwei Wohnungen räumt Schilling jede Woche aus – meist, weil die Mieter gestorben sind. Einmal hat die 52-Jährige die Wohnung einer alten Frau aufgelöst. Strickwaren hat sie gefunden, und darunter lag ein fast fertiger, selbstgestrickter Pullover. Es fehlte nur noch ein Ärmel. Vielleicht macht der stets präsente Tod einen Trödelmarkt so traurig und so faszinierend zugleich.

 

Events, Tickets, Kritiken

Eventkalender, Tagestipps, Nightlife und Kritiken

Für alle, die nichts verpassen wollen...

Restaurantempfehlungen

Von der Currywurst bis zur Gastronomie der Spitzenklasse

Für alle, die besser Essen wollen...

Hotels, Pensionen, Hostels

Von imposanten Design-Hotels bis zu preisgünstigen Hostels in zentraler Lage

So finden Sie die passenden Hotels in Berlin