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Kleine Entdeckungen

Gebäude mit Augenaufschlag

Schön ist es nicht, dieses graue Waschbetonmassiv am Landwehrkanal. Und doch lässt sich dem Anblick des V-förmigen Urban-Krankenhauses in Kreuzberg etwas abgewinnen.
Das Urban-Krankenhaus in Berlin-Kreuzberg
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Bei gutem Wetter ist die Liegewiese vor dem Neubau mit entspannten Großstädtern bevölkert, das dunkle Kanalwasser mit Schwänen. Auf und ab wippen Vögel, wenn wieder mal ein Ausflugsdampfer Wellen schlägt.

 

Daran, dass hier einmal ein Hafen war, erinnert jetzt nur noch das verbreiterte Kanalbett. Der ehemalige Urbanhafen war ein für städtische Verhältnisse großer Binnenhafen, der auf den berühmten Stadtplaner James Hobrecht und seinen Hobrechtplan von 1862 zurückgeht. Weil die wachsende Zahl der Handelsschiffe, die Berlin ansteuerten, die Kapazitäten der Liegeplätze bei weitem überstiegen, entstand der Urbanhafen. Das war zwischen 1891 und 1896.

 

Ähnlich erging es später dem Urban-Krankenhaus. Weil mehr Berliner mehr Betten brauchten, wurde der seit 1890 bestehende Backsteinkomplex in den 60er-Jahren um das Bettenhaus erweitert. Es ist massig. Kreuzberger genießen den Uferstreifen trotzdem, schließen im Sonnenschein ihre Augen. Genau wie das Gebäude, wo sich vor zahlreichen Fenstern orangefarbene Rollos schieben. Wie Lider.

 

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