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An der Kreuzung Kurfürstenstraße stehen junge Frauen, am Lützowufer befindet sich die Neue Nationalgalerie. Dazwischen, hinter Haus Nummer 98A, weitab vom Trubel steht im zweiten Hof das Haus der Alexander und Renata Camaro Stiftung: ein fünfgeschossiges Backsteingebäude mit Wiese und sprudelndem Springbrunnen. 1893 hatten der Verein der Berliner Künstlerinnen und Kunstfreundinnen sowie das Viktoria-Lyceum mit dem Bau eine Ausbildungsstätte für Künstlerinnen geschaffen. Frauen war damals noch das Studium verboten. Zu ihnen gehörten Paula Modersohn-Becker und Käthe Kollwitz. 1911 verließ der Verein das Haus. Es folgten eine Klavier- und eine Rüstungsfabrik, eine anthroposophische Gesellschaft um Rudolph Steiner, die Charlottenburger Motorenwerke, der Rotbuchverlag und schließlich 2009 die Camaro-Stiftung (www.camaro-stiftung.de). Alexander Camaro, 1901 als Alfons Kamarofski in Breslau geboren, war Maler und Tänzer. Er hatte eine Vorliebe für die Potsdamer Straße, malte ein gleichnamiges Bild. Und die Entwürfe für die farbigen Glasbaufenster in der Philharmonie stammen von ihm.
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