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Das an der Weinabteilung gelegene Bistro hat eine offene Küche, in der Louis Laurant Nou am Herd steht. Die Plätze am U-förmigen Tresen rund um die Showküche und auch die anderen Tische sind gut besetzt, "Reserviert"-Schilder kündigen weitere Gäste an. Wenn dort allwöchentlich Fischtag ist, serviert der Küchenchef Bouillabaisse. Vive la France: Gekocht wird französisch, die Tageskarte bietet ein halbes Dutzend Gerichte, darunter warmen Ziegenkäse, ein Rinderfilet und als süßes Finale natürlich Crêpes. Ein Süppchen wärmt den Magen, da kommt die pikante weiße Bohnensuppe genau richtig. Denn nicht nur draußen herrschen Minusgrade. Auch der Delikatess-Supermarkt ist wegen der Produkte kühl.
Die Suppe braucht ein wenig, aber das Warten lohnt sich. Am besten bei einem offenen Weißburgunder, der pro Flasche zehn Euro kostet. Die Herren am Nebentisch lassen sich auf Südfrankreich und das Meer, auf eine Handvoll Muscheln, saftige Garnelen, eine Jakobsmuschel, Rotbarben und dicke Safrankartoffeln in einem aromatischen Sud ein. "Richtig lecker" lautet ihr Fazit. Und das haben sie ganz bestimmt nicht nur so dahin gesagt.
Weil der neue Chefkoch am Sonnabendmittag gern sein ganzes Können zeigt, steht der halbe Hummer dann für 14,50 Euro auf der Karte. Wer dazu noch ein Glas Champagner wählt, zahlt 19,50 Euro. Merci bien, Monsieur Nou.
Bistro im Frischeparadies Hermann-Blankenstein-Str. 48, Prenzlauer Berg, Di.-Sbd. 11.30-15.30 Uhr, Tel. 390 81 50
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