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Vom Funkturm aus strahlte weltweit das erste Fernsehprogramm in den Äther

Funkturm

Eines der Berliner Wahrzeichen ist der Funkturm. Das 150 Meter hohe Bauwerk spielte eine wichtige Rolle bei den ersten regelmäßigen Fernsehsendungen der Welt – und wer mit dem Fahrstuhl auf die 125 Meter hohe Aussichtsplattform fährt, der genießt einen Weitblick über die ganze Stadt.
Während der Grünen Woche wird das Wahrzeichen auch mal entsprechend bestrahlt.



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150 Meter hoch ragt der Funkturm in den Berliner Himmel. Was ihm den liebevoll-respektlosen Spitznamen „Langer Lulatsch“ verschafft hat. Zwar überragt ihn der 368 Meter hohe Fernsehturm beträchtlich, aber das ändert nichts daran, dass auch der Funkturm eines der Berliner Wahrzeichen ist. Erbaut wurde der Sendeturm, Mittelpunkt des Berliner Messegeländes, zwischen 1924 und 1926 von Heinrich Straumer. Die filigrane Stahlfachwerkkonstruktion des Funkturms ähnelt der des Pariser Eiffelturms. Als der Sendemast, der eine Grundfläche von nur 20 mal 20 Metern hat, 1926 im Rahmen der dritten deutschen Funkausstellung in Betrieb genommen wurde, verbesserte sich die Tonqualität der Rundfunksendungen, die es seit 1923 gab. Am 22. März 1935 strahlte der Fernsehsender „Paul Nipkow“ das weltweit erste öffentliche, regelmäßige Fernsehprogramm von einer zusätzlichen Antenne auf der Spitze des Funkturms aus. Zu sehen waren Sendungen wie „Aktueller Bildbericht“ oder „Künstler stellen sich vor“. Die Freude währte allerdings nur kurz, denn am 19. August des gleichen Jahres zerstörte ein Großbrand die Sendeeinrichtungen. Erst am 23. Dezember gab es wieder Empfang. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Funkturm als Warn- und Beobachtungsposten genutzt. Granaten beschädigten das Bauwerk, das zeitweise nur auf drei Beinen stand. Es konnte allerdings schnell wieder repariert werden.

Speisen mit Weitsicht im Restaurant auf dem Funkturm

Anfangs war der Funkturm tatsächlich nur ein Sendeturm, doch schon kurz nach der Inbetriebnahme wurde in 52 Metern Höhe ein Restaurant eingerichtet und in etwa 125 Metern Höhe entstand eine Aussichtsplattform. Ein Fahrstuhl bringt Gäste im Schnelltempo nach oben – vier Meter schafft er pro Sekunde. Vom Restaurant aus, das mittwochs bis sonntags von 11.30 bis 23 und dienstags ab 18 Uhr geöffnet ist, speist man mit Weitsicht, und wer noch höher hinaus will, der fährt weiter zur Aussichtsplattform des Funkturms und genießt das Gefühl, Berlin zu seinen Füßen liegen zu haben. Die Plattform auf dem Funkturm ist täglich von 10 bis 23 geöffnet. Nur Montags schließt sie bereits um 20 Uhr. Kurzzeitige technische oder wetterbedingte Schließungen sind allerdings möglich. Von Juli bis Mitte September 2010 war der Funkturm wegen Bauarbeiten geschlossen.

 

Zu Füßen des Funkturms erstreckt sich das Messegelände, dessen erste Bauten schon vor dem 1. Weltkrieg entstanden. Sie sind heute allerdings nicht mehr vorhanden. Das älteste erhaltene Bauwerk des Messegeländes ist die 1937 fertiggestellte Haupthalle am Hammarskjöldplatz mit der eindrucksvollen Ehrenhalle, an die das 1957 eröffnete Palais am Funkturm anschließt. Architekt war Richard Ermisch. Zum Messegelände gehört neben mittlerweile 26 Hallen auf insgesamt 160.000 Quadratmetern Fläche und dem Sommergarten auch das Internationale Congress-Centrum (ICC), 1975 bis 1979 von Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte erbaut. In den Hallen rund um den Funkturm gibt es jährlich Messen wie die Grüne Woche, die Internationale Tourismus-Börse (ITB) oder die Internationale Funkausstellung (IFA).

 

Funkturm, Masurenallee 14, Öffnungszeiten: Mo von 10 bis 23 Uhr, Di - So täglich von 10 bis 23

Restaurant, Öffnungzeiten: Mi - So 11.30 - 23.00 Uhr, Di ab 18.00 Uhr, Tel. 030/ 30 38 29 00

 

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