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Ein bescheidener Imbiss im Fokus eines ganzen Museums

Currywurst-Museum

Nicht erst seit den „Drei Damen vom Grill" ist die Currywurst ein Lieblings-Essen der Berliner und ihrer Gäste. Schon vor mehr als 60 Jahren erfand eine Berlinerin die spezielle Sauce, ohne die der Snack kaum denkbar ist. Seit August 2009 gibt es in Berlin sogar Deutschlands erstes Currywurst-Museum.

Deutsches Currywurstmuseum




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Deutsches Currywurstmuseum

Berlin rühmt sich, die Stadt zu sein, in der die Currywurst erfunden wurde. Und da ist es nicht weiter verwunderlich, dass es hier seit August 2009 auch das erste deutsche Currywurst-Museum gibt. In den Räumen an der Schützenstraße in Mitte erfahren Fans und Neugierige Wissenswertes über die Currywurst, es gibt Texttafeln, Bildschirme, Modelle, Spiele und einen interaktiven Erlebnisraum.

 

Natürlich bekommt der Besucher im Currywurst-Museum Informationen über Herta Heuwer, die nach eigenen Angaben am 4. September 1949 an ihrem Imbiss-Stand an der Ecke Kant- und Kaiser-Friedrich-Straße in Berlin die erste gebratene Brühwurst mit einer Sauce anbot, deren Zutaten ein wohlgehütetes Geheimnis blieben. Als Chillup-Sauce ließ sie ihre Erfindung schützen. Im Currywurst-Museum wird das Geheimnis natürlich nicht komplett gelüftet, aber es gibt eine simulierte Wohn- und Experimentierküche, die den Besucher in Herta Heuwers Welt zurückversetzt. Besucher können sich selbst hinter den Tresen einer Imbissbude stellen und einen Fotobeweis mit nach Hause nehmen.

 

Das Currywurst-Museum gewährt auch Blicke auf Imbissbuden in Berlin und zeigt, wie sich der Snack international verbreitet hat. Eine Gewürzkammer mit Riechstation verrät ein paar Geheimnisse über die Sauce, es gibt im Currywurst-Museum ein Wurstsofa, riesige Ketchup-Tropfen, gewaltige Pommes-Frites und eine Station, an der man erfahren kann, welcher Currytyp man ist.

 

„Drei Damen vom Grill“ als Stars des Currywurst-Museums

 

Auch die Themenbereiche Ökologie und Fastfood werden im Currywurst-Museum behandelt. Da geht es um biologisch abbaubares Einmalgeschirr oder darum, dass es „Essen to go“ schon vor mehr als 5000 Jahren gab. Wie das aussah, wird ebenso erklärt wie die Veränderung unserer Essgewohnheiten von damals bis heute. Dazu zeigt das Currywurst-Museum, dessen Erlebnisausstellung schon mehrere Auszeichnungen bekommen hat, Filme, in denen die Wurst eine Hauptrolle spielte – von „Drei Damen vom Grill“ bis zu einigen Tatort-Folgen. Ein Highlight ist die humorvolle Dokumentation „Best of The Wurst“, in der die Amerikanerin Grace Lee über die Currywurst einen Schlüssel zu Berlin und den Berlinern findet.

 

Es gibt auch Führungen durch die Ausstellung, Angebote für Kinder – vom Kinder-Audioguide bis zur Kinderspur, auf der der Nachwuchs sein Wissen über die Currywurst testen kann. Im Museumsshop des Currywurst-Museums bekommen Besucher Souvenirs vom Käppi bis zur Schürze, und wer mag, kann die Ausstellungsfläche sogar für Veranstaltungen buchen.

 

Ohne einen herzhaften Biss in eine Currywurst verlässt natürlich kein Besucher das Currywurst-Museum. Verkostungen gehören dazu. Außerdem gibt es besondere Snack-Tickets, die den Eintritt mit einem speziellen Currywurst-Menü kombinieren.

 

Adresse: Schützenstr. 70, Mitte, tgl. 10-22 Uhr, Eintritt 7-11 Euro, Kinder bis 6 J. frei. www.currywurstmuseum.de

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