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Geschichte zum Anfassen

Deutsches Technikmuseum

Begreifen wird im Deutschen Technikmuseum wörtlich genommen. Vieles darf man anfassen, um es wirklich verstehen zu können. Das Museum, 1982 gegründet, informiert über technische Errungenschaften von der Windmühle bis zum Computer

Deutsches Technikmuseum




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Deutsches Technikmuseum

Bis 1996 kannten Berliner das Deutsche Technikmuseum unter dem Namen Museum für Verkehr und Technik. Auf 25.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, die in 14 Abteilungen aufgeteilt sind, können Besucher durch die Kulturgeschichte der Technik spazieren. Informationen gibt es zu Verkehrs-, Kommunikations-, Produktions- und Energietechnik – vieles davon mit Berlin-Bezug.

 

Das Deutsche Technikmuseum wurde 1982 am Gleisdreieck auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs eingerichtet. Zu den vom Museum genutzten historischen Gebäuden, darunter zwei Ringlokschuppen, das alte Bahnbetriebswerk, die Ladestraße mit zwei Reihen von Schuppen und der ehemalige Berliner Postbahnhof, kam bis 2005 noch ein Neubau. Auch der weitläufige Park auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes wird vom Museum genutzt.

 

Oben auf dem Dach des neuen Gebäudes empfängt den Besucher ein original erhaltener Rosinenbomber – Hinweis auf die Luft- und Raumfahrtausstellung des Deutschen Technikmuseums. „Vom Ballon zur Luftbrücke“ befasst sich auf 6000 Quadratmetern Fläche mit der deutschen Luftfahrtgeschichte und dem großen Traum vom Fliegen. Ob Otto Lilienthals Gleitflieger oder die ersten motorisierten Flugapparate, ob Kriegsflugzeuge oder Luftbrückenflieger – viel Flugtechnik ist zu sehen.

 

Im Ausstellungsbereich „Kommunalverkehr“ sind Fahrzeuge von BVG, Feuerwehr oder Straßenreinigung zu sehen, darunter 13 Schnauzenbusse der 1920er und 1930er-Jahre mit der markanten Motorhaube, aber auch Modelle der Berliner Pferde-Eisenbahn. Alte Lokomotiven sind im Deutschen Technikmuseum ebenso zu sehen wie historische Schiffe, außerdem Dampfmaschinen oder Dieselmotoren, Erzeugnisse der chemisch-pharmazeutischen Industrie am Beispiel Schering oder Film- und Fototechnik.

 

Eine Ausstellung befasst sich mit der Nachrichtentechnik von der Telegraphie bis zum Telefon und zu Rundfunk und Fernsehen, eine andere mit Fototechnik. Und weil die ersten Computer der Welt in Berlin gebaut wurden, wird auch dieser Bereich behandelt: Ein Nachbau von Konrad Zuses Z1, des im Krieg zerstörten ersten Computers der Welt, ist im Deutschen Technikmuseum zu sehen.

 

Deutsches Technikmuseum animiert zum Mitmachen

 

Wer wissen will, wie Papier entsteht, bekommt im Deutschen Technikmuseum ebenso Antworten wie Besucher, die neugierig sind auf die Techniken des Druckverfahrens oder die Entstehungsweise von Filz.

 

Für das Deutsche Technikmuseum wurden viele Sammlungen zusammengetragen, die es in den vergangenen 120 oder mehr Jahren in Berlin gab. Und die Exponate darf man nicht nur anschauen – viele von ihnen werden vorgeführt und dürfen berührt werden. Außerdem gibt es regelmäßig Workshops und Veranstaltungen.

 

Zur Stiftung Deutsches Technikmuseum gehören auch die Archenhold-Sternwarte in Treptow, das Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg, das Zucker-Museum sowie – auf dem Gelände des Technikmuseums gelegen – das Technoversum und das Science-Center Spectrum. Letzteres, 1983 als „Versuchsfeld“ gegründet und inzwischen großzügig ausgebaut, ist ein Paradies für alle, die gern experimentieren. 250 Stationen in zehn Themenbereichen gibt es. Akustik gehört ebenso dazu wie Elektrizität und Magnetismus, es gibt Experimente zum Thema Wärme sowie Licht und Sehen. Auch Mikrokosmos und Makrokosmos werden behandelt.

 

Wie die Zukunft des Deutschen Technikmuseums aussehen wird, das zeigt das Technoversum, das auf der historischen Ladestraße entsteht. Hier will man sich künftig der Beziehung zwischen Mensch und Technik widmen.

 

Adresse: Deutsches Technikmuseum Berlin, Trebbiner Str. 9, Kreuzberg, Tel. 90 254-0. Geöffnet Di-Fr, 9-17.30 Uhr, Sa/So, 10-18 Uhr, Mo geschlossen. Museumspark je nach Wetter Di-Sa, 10-16 Uhr. Eintritt 4,50, erm. 2,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben ab 15 Uhr freien Eintritt. Anfahrt: U1, U7 Möckernbrücke oder U1, U2 Gleisdreieck, S1, S2, S25 Anhalter Bahnhof. Führungen zu vereinbaren unter 030/90 254 124.

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