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Berlinische Galerie

Eine neue Heimat für Berlins moderne Kunst

In die Lücke von Neuer Nationalgalerie und Märkischem Museum stößt das Konzept der Berlinischen Galerie. Hier wird moderne Kunst gesammelt und ausgestellt, die nur eine Bedingung erfüllen muss. Ihre Heimat ist Berlin.

Berlinische Galerie




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Berlinische Galerie

 

Die Architekten hatten 1965 nur einen Zweckbau geplant. Der damals hinterste Winkel von Kreuzberg, kurz vor der Mauer, erschien genau der richtige Ort für ein Glaslager. Eine große, kubische Halle mit einer Grundfläche von 60 Metern Länge und Breite beherbergte lang Zeit das Glas. Nach der Wiedervereinigung rückte das Quartier rund um die Halle wieder in das Zentrum Berlins.

 

Moderne Kunst in einem ehemaligen Glaslager

 

Das Glaslager wurde nicht mehr gebraucht, die Lagerhalle fand jedoch einen wichtigen Interessenten. Seit 2004 residiert hier die Berlinische Galerie.

 

Die Berlinische Galerie wurde 1975 als privater Verein gegründet und hat sich selber die Sammlung und Förderung der modernen Kunst zur Aufgabe gemacht. Seither sammelt die Galerie in Berlin entstandene moderne Kunst, Fotografie und Architektur seit 1870.

 

Werke von Dix, Corinth und Liebermann

 

Schwerpunkte sind die Secessionisten, die jungen Wilden, Dada, neue Sachlichkeit, Expressionismus, die Kunst der Teilung – und Kunst seit der Wiedervereinigung. In der Ausstellung sind unter anderem Werke von Otto Dix, George Grosz, Max Liebermann, Lovis Corinth und Georg Baselitz zu besichtigen.

 

Der Anfang der Berlinischen Galerien fand noch in wechselnden privaten Räumen statt, später folgte eine feste Adresse nahe des Bahnhofs Zoo und 1986 der Umzug in den Martin Gropius-Bau. Diese repräsentative Adresse musste die Berlinische Galerie 1998 wegen der grundlegenden Sanierung des Gropius-Baus verlassen. Die Galerie blieb heimatlos. Um die Sammlung zu retten, wurde der Verein in eine Stiftung öffentlichen Rechts umgewandelt. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, Ausstellungsräume zu finden, und nach jahrelanger Heimatlosigkeit, wurde schließlich die Glashalle angekauft und umgebaut. Seither haben die Kunstwerke, aber auch 15.000 Grafiken und zahlreiche Architekturmodelle wieder eine feste Heimat. Zum Museum der Berlinischen Galerien, mittlerweile offiziell „Landesmuseum für moderne Kunst, Fotografie und Architektur“ gehören auch eine Bibliothek, Studiensäle und eine Kunstschule.

 

Berlinische Galerie

 

Alte Jakobstraße 124 – 128, 10969 Berlin, Tel. 30-789 02-600

 

www.berlinischegalerie.de

 

 

Öffnungszeiten

 

Mo, Mi-So: 10-18 Uhr

 

Di: Geschlossen

 

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