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Eine Werkschau europäischer Kultur

Gemäldegalerie

Die Gemäldegalerie im Berliner Kulturforum beherbergt Schätze europäischer Kulturgeschichte. Auf die Preußen im frühen 19. Jahrhundert geht die Gemäldegalerie im Herzen Berlins ursprünglich zurück

Kulturforum Berlin - Gemäldegalerie




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Kulturforum Berlin - Gemäldegalerie

 

Es gibt in Berlin ein Gebäude, das als Gemäldegalerie bezeichnet wird. Tatsächlich ist das aber nur der derzeitige Aufbewahrungsort einer Sammlung, die die Berliner Gemäldegalerie darstellt. Diese Sammlung hat eine wechselvolle Geschichte.

 

Preußenkönig begründete die Sammlung

 

Die Gemäldegalerie geht auf Preußenkönig Friedrich Wilhelm III zurück. Das preußische Königreich hatte nach dem Befreiungskrieg nicht nur militärisches Selbstbewusstsein entwickelt, sondern auch kulturelles Empfinden herausgebildet. Friedrich Wilhelm III, umgeben von Künstlern wie Schinkel und Rauch, sammelte nicht nur Kunst, sondern beschloss auch, sie öffentlich auszustellen. Der König und seine Mittelsmänner kauften massiv Kunst, Schinkel baute ein erstes öffentliches Museum, jener Bau in Berlin Mitte, der heute als „Altes Museum“ bezeichnet wird.

 

Zerstörungen im 2. Weltkrieg

 

In den folgenden Jahren des 19. Jahrhunderts wuchsen sowohl Sammlung als auch Museumsbauten beständig, die Museumsinsel entstand. Eine Zäsur gab es mit dem Zweiten Weltkrieg und der deutschen Teilung. Mit Beginn der Luftangriffe auf Berlin wurden die Gemälde von der Museumsinsel ausgelagert: in einen Flakturm im Bezirk Friedrichshain und später außerhalb in Bergwerke weit weg von Berlin. Mit Ende des zweiten Weltkrieges wurde durch bis heute ungeklärte Umstände ein Teil der Bilder bei einem Feuer im Flakbunker zerstört, ein Teil gelangte nach Moskau, viele nach Westdeutschland.

 

Mit der Teilung der Nachkriegszeit wurden so Sammlung und Museen auf längere Zeit getrennt.

 

Gebäudegalerie ehrt deutschen Klassizismus

 

Die Gemälde kehrten nach Berlin zurück, zunächst nach Dahlem und später in einen Neubau im Kulturforum. Eine Ausschreibung für den Bau gab es bereits 1986, eingeweiht wurde die Gemäldegalerie erst 1998. Das Gebäude verfügt über einen beinahe rechteckigen Grundriss und eine Terrakotta-Fassade auf einem Sockel, eine Ästhetik, die an Renaissance und Klassizismus zugleich erinnern soll. Im Inneren gruppieren sich 18 Säle und 41 Kabinette um eine Wandelhalle. Großflächige Dachfenster sorgen dafür, dass im Normalfall die Bilder nur durch Tageslicht zur Geltung kommen. Da während der Bau- und Planungsphase die Wiedervereinigung „dazwischenkam“, war schnell klar, dass die neue Gemäldegalerie zu klein werden würde. Daher wurden im Sockelgeschoss des Gebäudes anstelle der Restaurierungswerkstätten weitere Ausstellungsräume eingerichtet, in denen weitere Bestände der Gemäldegalerie in Wechselausstellungen gezeigt werden.

 

Es gibt aber bereits Planungen, die Gemäldegalerie in einem weiteren Neubau auf bzw. nahe der Museumsinsel unterzubringen.

 

Die Sammlung der Gemäldegalerie zeigt einen Querschnitt deutscher und europäischer Malerei vom 13. bis ins 18. Jahrhundert. Insgesamt umfasst die Sammlung 3500 Bilder von deutschen, flämischen, englischen, französischen und italienischen Künstlern.

 

Gemäldegalerie

 

Matthäikirchplatz, 10785 Berlin

 

Öffnungszeiten:

 

Mo geschlossen

 

Di-So 10 Uhr - 18 Uhr

 

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