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Eine Heimat für vagabundierende Kunst

Gropius-Bau

Nur wenige Schritte vom Potsdamer Platz entfernt befindet sich der Gropius-Bau. In dem Gebäude, das eine Hommage an die Renaissance darstellt, werden wechselnde Ausstellungen gezeigt.

Martin-Gropius-Bau




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Martin-Gropius-Bau

Der Name kann in die Irre führen. Der Gropius-Bau in Berlin ist kein Entwurf von Walter Gropius, dem Mitbegründer des Bauhaus-Stiles in der Weimarer Republik. Immerhin bleibt es in der Familie. Martin Gropius, der für den Bau verantwortlich zeichnet, war ein Großonkel des Bauhaus-Architekten.

 

Renaissance-Bau in Kreuzberg

 

Der Gropius-Bau entstand in den 80er Jahren des 19. Jahrhundert. Martin Gropius schuf einen Ausstellungsbau, der sich architektonisch an die Renaissance anlehnt. Der mit seiner roten Fassade und den säulengesäumten Fenstern und Toren an einen italienischen Palast erinnernde Bau wirkt in seinem Umfeld ein wenig wie ein Fremdkörper. Lediglich der Preußische Landtag, der Sitz des Berliner Landesparlaments, kann ästhetisch mithalten. Ansonsten ist der Gropiusbau von einigermaßen scheußlicher Architektur der 70er und 80er Jahre umgeben.

 

Leistungsschau des deutschen Handwerks

 

Ursprünglich war der Gropius-Bau als Heimat für das wenige Jahre zuvor gegründete Kunstgewerbe-Museum gedacht. Das Gebäude, dessen Räume sich um einen zentralen Lichthof gruppieren, schien mit seinen zahlreichen Fresken und Mosaiken wie gemacht für die Leistungsschau des deutschen Handwerks. Auf 7000 Quadratmetern konnten die Museumsgründer hier Gold- und Silberschmuck, Porzellan, edle Stoffe und Möbel ausstellen. Das Kunstgewerbemuseum hatte einen eindeutig pädagogischen Auftrag und war mit einer Kunstgewerbeschule verbunden.

 

Nach dem ersten Weltkrieg fand das Museum für Vor- und Frühgeschichte eine zwischenzeitliche Heimat in dem Museum. Auch die Ostasiatische Sammlung wurde im Gropius-Bau gezeigt. Im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt. Direkt an der Mauer gelegen geriet die Ruine in Kreuzberg während der deutschen Teilung in eine Art Stadtrandlage. Erst auf Initiative von Walter Gropius wurde der Bau 1966 unter Denkmalschutz gestellt. Die Sanierung begann noch einmal zehn Jahr später. 1981 erfolgte die Wiedereröffnung. Seither werden im –Gropius-Bau wechselnde Ausstellungen gezeigt. Das Gebäude in unmittelbarer Nähe des Potsdamer Platzes ist wieder ins Zentrum, seine Ausstellungen in den Fokus gerückt, so dass sich an der Ecke Stresemannstraße/Niederkirchner Straße oft Berliner und Berlin-Besucher drängen.

 

Gropius-Bau

 

Niederkirchner Straße 7,10963 Berlin, Tel: 030-25486444

 

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