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Moderne und zeitgenössische Kunst – mit diesem Programm sorgt das Deutsche Guggenheim seit November 1997 in Berlin für Furore. Die Ausstellungshalle Unter den Linden zog seither mehr als 130.000 Besucher an.
Das Deutsche Guggenheim Berlin ist eine Kooperation der Deutschen Bank mit der New Yorker Solomon R. Guggenheim Foundation, die 1937 als Non-Profit-Organisation gegründet wurde. Stifter waren der amerikanische Industrielle und Kunstmäzen Solomon Robert Guggenheim (1861-1949) und die deutsche Malerin Hilla von Rebay (1890-1967). Die Privatsammlung gilt als eine der wichtigsten Sammlungen der Klassischen Moderne des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, mit Werken u.a. von Paul Klee, Joseph Beuys, Mark Rothko, Max Beckmann und anderen. Die Stiftung betreibt weltweit fünf Museen, das bekannteste ist das von Frank Lloyd Wright entworfene Solomon R. Guggenheim Museum in New York.
Das Deutsche Guggenheim Berlin entstand im Erdgeschoss eines 1920 von Richard Bielenberg und Josef Moser erbauten neobarocken Sandsteingebäudes, das 1933 ans Deutsche Reich verkauft wurde, seither mehrere Ministerien beherbergte, zu DDR-Zeiten Staatsbesitz wurde und das die Deutsche Bank 1992 zurückkaufte. Der Berliner Architekt Benedict Tonon sanierte den Bau, im Inneren wurde die französische Innenarchitektin Andrée Putman aktiv. Um die Galerie des Deutsche Guggenheim Berlin kümmerte sich der amerikanische Architekt Richard Gluckman. Seine klar strukturierte Ausstellungshalle entstand auf nur 510 Quadratmetern Fläche.
Vier Ausstellungen gibt es dort seither jährlich, ihr Schwerpunkt liegt auf der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Gezeigt werden etwa Arbeiten aus der Sammlung Deutsche Bank, raumbezogene Auftragsarbeiten etwa von Jeff Koons, James Rosenquist oder Hiroshi Sugimoto, raumgreifende Installationen, aber auch internationale Sammlungen mit Kunstrichtungen, Künstlern oder Themen, die in Berlin selten zu sehen sind. Hier gibt es regelmäßig Zusammenarbeiten mit internationalen Museen und privaten Sammlern.
Weiterhin wird in der Deutsche Guggenheim Berlin der „Deutsche Bank Künstler des Jahres“ geehrt. Die Auszeichnung, die auf Empfehlung des mit bekannten Kuratoren besetzten „Deutsche Bank Global Art Advisory Council“ zustandekommt, ist nicht mit einem Geldpreis dotiert, sondern ins Kunstprogramm der Deutschen Bank integriert. Der „Künstler des Jahres“ bekommt eine Einzelausstellung im Deutsche Guggenheim Berlin, die später in weiteren Museen präsentiert wird. 2011 wird die marokkanische Foto-, Film- und Installationskünstlerin Yto Barrada mit diesem Preis ausgezeichnet. Ihre Werke zeigen den Wandel in der Region um die Stadt Tanger und seine Auswirkungen.
Deutsche Guggenheim
Unter den Linden 13/15, Mitte, Tel. 030/20 20 93-0, www.deutsche-guggenheim.de.
Geöffnet tgl. 10-20 Uhr, 24./25.12. geschlossen. 31.12.2, 10-16 Uhr, 1.1., 14-20 Uhr.
Führungen: „Daily Lectures“ tgl. 18 Uhr,
„Lunch Lectures“ Mi 13 Uhr,
„I like Mondays Lectures“ Mo 11-20 Uhr,
Info/Reservierung Tel. 30/20 20 9319.
Anfahrt: U2 Stadtmitte und U6 Französische Straße, S1/S2 Brandenburger Tor und S3/S5/S7/S9/S75 Friedrichstraße
Busse 100, 200, TXL
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