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Bunker Berlin

Besichtigung zu den Bunkern in Berlin

Zu den Sehenswürdigkeiten Berlins gehören auch die Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg sowie aus dem Kalten Krieg. Während einige der 15 noch erhaltenen Bunker Berlins gesprengt oder unzugänglich sind, können andere besichtigt werden. Führungen dazu veranstaltet der Verein Berliner Unterwelten. In vielen Berliner Stadtteilen gibt es Bunker.

Bunker Schöneberg




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Bunker Schöneberg

Der Hochbunker Pallasstraße, auch als Sportpalast-Bunker bezeichnet, ist ein vierstöckiger Bunker in Berlin-Schöneberg, dessen Rohbau im Zweiten Weltkrieg fertig gestellt wurde. Vom Kunstamt Tempelhof-Schöneberg und dem Verein Berliner Unterwelten wird er auch als Veranstaltungsort genutzt.

 

Eine der spannendsten Touren des Vereins führt in den ABC-Schutzbunker unter dem Blochplatz am Humboldthain, ein Relikt aus Zeiten des Kalten Krieges. Von den Experten für die Bunker Berlins erfährt man nicht nur, auf welch verschlungenen Wegen die "unterirdischen Grenze" zu Mauerzeiten verlief, sondern auch einiges über die beklemmend-bizarre Welt der "Geisterbahnhöfe" im ehemaligen Ostteil der Stadt.

 

Die größte noch erhaltene Bunkeranlage des 2. Weltkrieges beinhaltet der Gasometer-Bunker in der Fichtestraße. 1940/41 wurde innerhalb des alten Gasometers ein Bunker für 6500 Personen eingebaut. Bei einem Rundgang durch einen der interessantesten Bunker Berlins über zwei Etagen und durch bis zu 240 Räume ist auch historische Technik mit einem funktionsfähigen originalen Schiffs-Dieselmotor zu sehen. Im Rahmen einer besonderen U-Bahn-Fahrt kann auch der 1977 errichtete Atomschutzbunker an der Pankstraße besichtigt werden. Fast 4000 Menschen hätten dort Platz gefunden. Zu den Bunkern Berlins aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zählt auch die sogenannte Zivilschutzanlage am Blochplatz, die wie auch mehrere U-Bahnhöfe im Falle eines Atomkriegs das Überleben sichern sollte.

 

Touren durch die Bunkeranlage im Volkspark Humboldthain

 

Eine weitere Tour führt in die unterirdische Ruinenlandschaft unter dem Flakturm im Volkspark Humboldthain. Im September 1940 wurde mit der Planung von Flaktürmen begonnen, die in den darunter liegenden Bunkeranlagen unter meterdicken Stahlbetondecken tausend Berlinern Schutz bei Bombenangriffen boten. Nach dem Zweiten Weltkrieg sprengten die Alliierten die Flaktürme. Die Nordseite des Geschützturms im Humboldthain blieb jedoch erhalten, weil die nahe gelegenen Gleisanlagen der Eisenbahn nicht durch die Sprengung beschädigt werden durften. Heute ist dies die größte noch existente Bunkeranlage Berlins. Zwei der insgesamt sieben Etagen können besichtigt werden, wobei sich mitunter schwindelerregende Blicke in die Tiefe bieten.

 

Ein Exot unter den erhaltenen Bunkern in Berlin ist der Hochbunker Heckeshorn auf dem Gelände des DRK-Blutspendedienstes in Wannsee. Einst als Kommandobunker errichtet, war dort bis zu Beginn der 1990er Jahre ein Notkrankenhaus voll funktionsfähig.

 

Ein Kunstsammler baute den sogenannten Reichsbahnbunker in der Albrechtstraße an der Ecke Reinhardtstraße in Berlin-Mitte um. Seine Familie wohnt in einem eigenen Loft auf der Bunkerdecke. Der 1943 von den Nationalsozialisten für bis zu 2500 Bahnreisende des nahe gelegenen Bahnhofes erbaute 18 Meter hohe Bunker mit 120 Räumen wurde 2007 von dem Kunstsammler Christian Boros für seine zeitgenössischen Kunstwerke umgebaut. Interessenten können die einzigartige Kunstsammlung nach vorheriger Anmeldung besichtigen.

 

Führungen: Verein Berliner Unterwelten, www.berliner-unterwelten.de

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