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Das Neue Museum

Das sind die Schätze des Neuen Museums

Das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel, nach Plänen von August Stüler gebaut und 1859 eröffnet, war seit Ende des Zweiten Weltkrieges praktische eine Ruine. Seit 2009 ist es wieder geöffnet. Es beherbergt Berlins berühmteste Büste – die Königin Nofretete.
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1841 beschloss König Friedrich Wilhelm IV., auf der Spreeinsel im Herzen Berlins eine „Freistätte für Kunst und Wissenschaft“ anzulegen. Als erster Neubau wurde 1859 das von dem Schinkel-Schüler Friedrich August Stüler entworfene Neue Museum fertig. Es ist im Stile des späten Klassizismus gehalten und gilt als einer der bedeutendsten Museumsbauten des 19. Jahrhunderts. Technikgeschichte schrieb das Neue Museum mit seinem Bau: Es ist auf Pfahlrosten gegründet und wurde zum Teil mit Eisenguss-Fertigteilen errichtet. Es bot drei Ausstellungsebenen, die Gestaltung der Räume orientierte sich an ihrem Ausstellungsschwerpunkt: Ägypten, Vor- und Frühgeschichte, Völkerkunde, Antike Kunst, Graphische Sammlung und Architektursammlung.

 

Im Krieg wurde das Neue Museum schwer beschädigt und musste geschlossen werden.

Wo Nofretete ausgestellt ist

Unter Leitung des britischen Architekten David Chipperfield wurde das Neue Museum seit 2003 restauriert und wiederhergestellt. Man rekonstruierte das Neue Museum nicht neu, sondern baute es „behutsam weiter“, wie es in der Architektensprache heißt, indem man den Stüler’schen Ansatz weiter entwickelte. Und man senkte die Fundamenplatte ab, wodurch eine zusätzliche Ausstellungsetage entstand. Seit 2009 ist das Neue Museum wieder geöffnet und einer der Publikumsmagnete der Museumsinsel. Denn im Nordflügel des Hauses steht das berühmteste Stück aller Berliner Museum, die Büste der Nofretete. Sie präsentiert sich in einer vier Meter hohen Glasvitrine in ihrer ganzen Schönheit.

 

Seit 2009 sind im Neuen Museum auch wieder all die Exponate des Ägyptischen Museums vereint, die während der Teilung Berlins auf Ost- und West-Berlin verteilt waren. Statuen und Reliefe geben Zeugnis von der Kunst Ägyptens aus der Zeit um 3000 v. Chr. bis zur Zeit der Römer.

 

Eines der wichtigsten Ausstellungsstücke in der Abteilung für Vor- und Frühgeschichte des Neuen Museums ist der Berliner Goldhut, eine lange, spitz zulaufende Schmuckverkleidung aus der Bronzezeit, die vermutlich religiösen Zwecken diente. Das älteste Objekt im Neuen Museum ist übrigens ein 700 000 Jahre alter Faustkeil. Das jüngste ein Stück Stacheldraht aus der Berliner Mauer.

 

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