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mehr »„Mr. Gorbachev, open this gate!“ (Mr. Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor!) rief US-Präsident Ronald Reagan im Juni 1987 bei seinem Berlin-Besuch vor dem Brandenburger Tor. Damals war es noch unpassierbar. Das säulengeschmückte Tor lag im Sperrgebiet zwischen Ost- und West-Berlin und markierte zudem mitten in der Stadt den „Eisernen Vorhang“ zwischen der Nato und den Staaten des Warschauer Paktes. Doch schon zwei Jahre später, in der Nacht des Mauerfalls vom 9. auf den 10. November 1989, gelang es vielen Berlinern wieder durch das geliebte Tor zu spazieren. Nachdem alle Grenzanlagen entfernt waren, wurde es am 22. Dezember 1989 offiziell wiedereröffnet. In der ersten Silvesternacht nach dem Fall der Mauer 1989/90 wurde allerdings die Quadriga zerstört. Die Skulptur auf dem Brandenburger Tor von Johann Gottfried Schadow, die die geflügelte Siegesgöttin Victoria auf einem von vier Pferden gezogenen Kampfwagen darstellt, fiel Rowdys und Souvenirjägern zum Opfer, die darauf herumspazierten und Stücke davon abbrachen. Heute ist die Quadriga, die stadteinwärts Richtung Osten „fährt“ und dem Westen den Rücken kehrt, längst wieder hergestellt.
Das Brandenburger Tor erinnert an Friedrich den GroßenDas Brandenburger Tor wurde nach dem Vorbild der Tore zur Akropolis in Athen entworfen und soll an den erfolgreichen Krieg Friedrich des Großen erinnern. Es ist 26 Meter hoch, 65,5 Meter breit und 11 Meter tief. Es hat fünf Durchgänge und zwei Torhäuser, in denen Skulpturen des Kriegsgottes Mars und der Göttin Minerva, die ursprünglich ebenfalls von Schadow stammen, stehen. Auf jeder Seite des Tores stehen sechs 15 Meter hohe dorische Säulen, die aber nicht frei stehen, sondern zur Hälfte in den Bau integriert sind. Das Brandenburger Tor steht an der Stelle, an dem mit Errichtung einer Zollmauer 1734 auch ein Stadttor auf der Straße nach Brandenburg/Havel gebaut worden war – ein Vorgänger des berühmten Bauwerks. 1806 verschleppte Napoleon die Quadriga nach Paris, um sie dort als Kriegstrophäe auszustellen. Doch nach dem Sieg über Napoleon brachten die Truppen von Generalfeldmarschall von Blücher sie wieder nach Berlin zurück.
Nach der Machtergreifung Hitlers marschierte am 30. Januar 1933 die SA mit Fackeln durch das Brandenburger Tor. Es sollte Teil der Gigantenstadt „Germania“ werden. Damals führten häufig Paraden durch das mit Hakenkreuzfahnen behängte Bauwerk. Im Zweiten Weltkrieg wurden Quadriga und Tor stark beschädigt, doch in den 50er-Jahren trotz der schon geteilten Stadt gemeinsam wieder aufgebaut. In den 90er-Jahren war das Tor eine Zeit lang als Durchfahrt für den Autoverkehr freigegeben, wurde dann aber wieder gesperrt. Im nördlichen Torhaus ist heute ein Meditationsraum - Raum der Stille - eingerichtet, der an Frieden und Toleranz gemahnen will.
Filmregisseur Billy Wilder setzte mit seiner Komödie „Eins, zwei, drei“ dem Brandenburger Tor ein Denkmal.
Adresse: Pariser Platz in Berlin-Mitte, S- und U-Bahnhof Brandenburger Tor
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