Die Straßen von Berlin - Heute: Spree

Sich einfach treiben lassen auf der Spree

Bedeutende Orte von erlesener Schönheit, historische und modernste Architektur, Monumente von schwerwiegender Geschichte, von Macht und Ohnmacht, letzte Zeichen der Zerstörung durch Krieg, Trennung und Verfall, Baustellen, die Lücken schließen, neue Insignien der Leichtigkeit des Seins - sie gleiten sanft vorbei, aneinander aufgereiht wie eine Perlenkette des Gestern, des Heute und des Morgen.

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Die Straßen von Berlin - Heute: Bergmannstraße

Straße der Traumtänzer und Kiezrevolutionäre

Jetzt ein Bier. Ab in die Sonne, auf die Parkbank vor der Passionskirche. Einige Kollegen sind schon da. Der Benni, der Carlos und der Mann, der sich "Lovebox" nennt und aussieht wie eine Figur aus den Seyfried-Comics mit seiner feuerroten Lederhose und dem Latexanzug. Joao begrüßt sie mit Handschlag.

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Die Straßen von Berlin

Nicht abgehoben, sondern einfach "ne jute Ecke"

Morgens zwischen acht und neun ist der Tempelhofer Damm in Ordnung, findet Olli. Um diese Uhrzeit fährt er fast jeden Tag seine 1,5 Kilometer Richtung Mitte, mit seinem selbst zusammengebauten Fahrrad mit Mavic-Felgen und einem fast 15 Kilo schweren Rucksack auf dem Rücken. Olli Kubisch, 29 Jahre alt und studierter Verwaltungswirt, arbeitet als Fahrradkurier bei den "Moskitos".

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Die Straßen von Berlin - Heute: Zeltinger Straße

Gartenstadt für Menschen mit Weitblick

"Die Zeltinger? Das ist doch eine unserer Hauptverkehrsstraßen, vielbefahren", sagen sie in Frohnau.

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Die Straßen von Berlin - Heute: Karl-Marx-Allee

Wo Politik und Architektur dasselbe meinten

Isa Henselmann steht vor ihrem Zuhause an der Stalinallee und hat Angst. Vor ihren Augen laufen Hunderte Menschen den Bürgersteig entlang. Sie schreien, recken die Fäuste, wollen sich nicht beruhigen. Autos brennen. Als jemand eine rote Fahne aus dem Fenster schwenkt, brüllen die Demonstranten ihre Wut heraus.

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Die Straßen von Berlin - Heute: Senftenberger Ring

Berliner Satellit der bunten weiten Welt

Wer gibt den Rhythmus des Viertels vor? Ganz klar, ihr Radio. Darauf lässt Isabelle Ghesquier nichts kommen. Jeden Freitagnachmittag geht die 20-Jährige auf Sendung. "Best of Isi" heißt das Programm, Soul- und R&B-Musik stellt sie darin vor.

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Die Straßen von Berlin - Heute: Unter den Linden

Hier lässt sich erleben, was Berlin ausmacht

Unter den Linden hat Besuch. Sehr viel Besuch. Ein Tag im Gewühl zwischen Reisebussen, Rikschafahrern und glühenden Berlinfans

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Die Straßen von Berlin - Heute: Alt-Marzahn

Landleben unter Mühlenflügeln

Wer die "Kulleraugen" von Birgit Ott probiert hat, weiß schon einmal sehr viel von Alt-Marzahn. Birgit Ott betreibt zusammen mit ihrem Mann Andreas Ott eine Gold- und Silberschmiede und hat über die Hälfte ihrer 54 Lebensjahre in Alt-Marzahn verbracht.

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Die Straßen von Berlin - Heute: Carl-Schurz-Straße

Unsere kleine Stadt: Das Herz von Spandau

Sie steht in keinem Reiseführer, doch viele, viele Berliner kennen diese Straße, auch wenn sie mit dem Namen nicht gleich etwas anfangen können. Wegen des Weihnachtsmarktes, einem der schönsten Berlins, der dort, auf der Carl-Schurz-Straße und in der Spandauer Altstadt stattfindet. Und jeder Spandauer kennt die Carl-Schurz-Straße sowieso.

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Die Straßen von Berlin - Heute: Weserstraße

Neues Neukölln: 20 Kneipen, ein Bioladen

Wenn das Sonnenlicht über die Häusermauern kriecht und sich in den holprigen Pflastersteinen spiegelt, torkeln die letzten Partygäste aus den Kneipen, Bars und Katakomben der Weserstraße. Es sind junge Leute aus Barcelona, Madrid, Mailand, Prenzlauer Berg, Heidelberg, Bruchsal, New York und Friedrichshain.

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Die Straßen von Berlin: Heute: Weitlingstraße

Nachbarn zeigen Mut und Gesicht

Der kleine Mann im Anzug läuft mit schnellen Schritten über die Weitlingstraße. Er schüttelt Hände, grüßt kurz, plaudert mit Nachbarn und Händlern, dann lässt er sich auf einen Stuhl im Café "Backfee" fallen und sagt: "Als ich hier anfing, war das eine echte Herausforderung. Aber unser Engagement hat sich gelohnt." Giyasettin Sayan, 61 Jahre alt, sitzt für die Linkspartei im Berliner Abgeordnetenhaus, der Lichtenberger Weitlingkiez gehört zum Wahlkreis des Deutsch-Kurden.

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Die Straßen von Berlin - Heute: Allee der Kosmonauten

Freiheit zwischen Betonkoloss und Gartentraum

"Hier wegziehen? Niemals!", sagt Ulrich Klapputh. Dann, bevor der 59-Jährige ein paar Worte zur Erklärung loswerden kann, rauscht es kurz und vernehmlich im Abflussrohr hinter ihm an der Wand. Und als nur noch eine Uhr leise tickt, muss er erst einmal ans Telefon gehen. "Klapputh, Hausmeister. Ja?", sagt der 59-Jährige mit fröhlicher Melodie.

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Die Straßen von Berlin, heute: Mommsenstraße

"Hier ist es wie in Mailand, nur lässiger"

Zwei schwarze Lackpumps sind das erste, was man von der Frau sieht. Zwei zarte, weiße Füße tasten sich vorsichtig aus dem tiefergelegten, schwarzen Sportcabrio, dessen Verdeck noch geschlossen ist. Als die Pumps sicheren Halt auf den Pflastersteinen finden, schieben sich lange Beine nach und schließlich windet sich eine blonde Frau aus dem Wagen. Die hochgewachsene Dame steckt in einem roten Stretchkleid.

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Die Straßen von Berlin. Heute: Schlesische Straße

Vom Rand des Westens zurück in die Mitte

Es ist ruhig hier. Das Licht gedämpft. Ein Geviert aus Sofas samt Beistelltischen mit Milchglaslampen füllt eine Seite des Raums. Ein wandgroßer Spiegel verdoppelt den großzügigen Eindruck noch. Dem Spiegel gegenüber, gleich neben der Rezeption, hängen vier Uhren an der Wand.

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Die Straßen von Berlin - Heute: Schönhauser Allee

Laut, schnell und manchmal melancholisch

Wie ein Schwarm bunter Fische ziehen die Fahrgäste der U 2 auseinander, als Jörg Frey aus der U-Bahn steigt. Sie schauen auf den schwarz umhüllten Kasten, den er vor seinem Bauch trägt, blicken dem Mann im weißen Leinensakko verstohlen hinterher. Jörg Frey zieht die Schiebermütze, als würde er grüßen.

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Die Straßen von Berlin. Heute: Bölschestraße

Einkaufsmeile mit Anschluss zum Müggelsee

Das Objekt der Begierde trägt die Nummer 87. Ein viergeschossiger Repräsentationsbau, verkleidet mit hellem Sandstein und mit einer hölzernen Tür, die von schweren Eisenbeschlägen gehalten wird. Dieses Gebäude war einst das Rathaus von Friedrichshagen, wurde später zum Polizeiabschnitt umfunktioniert und steht seit einigen Wochen leer.

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Die Straßen von Berlin. Heute: Müllerstraße

Die großen und die kleinen Könige vom Wedding

Manchmal, wenn er eine Pause braucht, geht Ali Motaoua hoch aufs Dach. Es ist flach und riesig und natürlich stehen hier Stühle, Motaoua arbeitet ja in einem Möbelgeschäft. Er setzt sich dann ganz an den Rand und kippelt etwas nach vorne, genau so, wie man es kleinen Kindern verbietet, damit sie nicht runterstürzen.

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Die Straßen von Berlin: Heute: Schloßstraße

Am Bierpinsel beginnt die Zukunft

Fast geräuschlos schnurren die Elektroautos zu den Liefereingängen der gläsernen Einkaufszentren. Kinder springen auf den Bürgersteigen von Bildschirm zu Bildschirm, die in die Gehwegplatten eingelassen sind und durch die Berührung virtuell Gras wachsen lassen - als kleine Erinnerung an die grüne Verantwortung.

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Die Straßen von Berlin. Heute: Kurfürstendamm

Der Beat einer Weltstadt auf 3,5 Kilometern

Der neue Kurfürstendamm steht Schlange in der Cafébar-Filiale des "Einstein" am Georg-Grosz-Platz. Geschäftsleute, It-Girls mit tellergroßen Sonnenbrillen und die üblichen Charlottenburger Verdächtigen. Vor den zischenden Espressomaschinen bellt ein weißer Pudel seine in Leggins steckende Besitzerin an.

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Die Straßen von Berlin. Heute: Motzstraße

Der bewegte Kiez unter dem Regenbogen

Im Erdgeschoss der Motzstraße Nummer 32 sammelt Wilfried Hepperle Erinnerungen. Bis an die Decke stapeln sich die Bücher - Hardcover und Broschuren -, unter deren Gewicht sich die Regale biegen. Jahrzehntelang stehen manche schon hier, genau genommen seit Mai 1983, als Wilfried Hepperle und seine Frau Susanne Twardawa ihre Buchhandlung Motzbuch eröffneten.

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Die Straßen von Berlin: Heute: Majakowskiring

Willkommen in der kleinen, bürgerlichen Welt

Es ist ein Ring, keine Straße. Oder anders: ein Straßenring. Und einer mit einem ganz eigenen Charme. "Willkommen in unserer kleinen bürgerlichen Welt", sagt Beatrice Schneider, die mit ihrer Familie vor fünf Jahren an den Majakowskiring gezogen ist. Pankow ist beliebt, besonders bei Paaren, die zuerst im Bezirk Mitte, dann in Prenzlauer Berg gewohnt haben und jetzt noch ein bisschen nördlicher nach Pankow ziehen.

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Die Straßen von Berlin - Heute: Linienstraße

Die Lebenslinie durch Berlins pulsierende Mitte

Der Tag, an dem Gertruds Leben noch einmal beginnt, ist ein Wintertag kurz vor Silvester. 1943, es ist Krieg und klirrend kalt. Gertrud T. lebt allein in einem winzigen Zimmer in der Linienstraße. Es ist die erste eigene Bleibe, die sie sich leisten kann. Aus Schlesien ist sie nach Berlin gekommen auf der Suche nach einer Zukunft.

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Die Straßen von Berlin - Heute: Potsdamer Straße

Die wilde "Potse" und ihre Helden

Grün. Ein dunkles Leuchten dringt zwischen der schweren Holztür und Wand hervor. Schnell, einen Fuß in die Tür - und schwupp sind wir drin. Eine kleine Eroberung. Regine Wosnitza ist begeistert. "In diesem Haus war ich noch nie." Die 52-Jährige ist Rechercheurin, Journalistin und bietet auf Nachfrage auch Führungen an.

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Die Straßen von Berlin - Heute: Kaiserdamm

Steckbrief & Bewertung

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Die Straßen von Berlin - Heute: Kaiserdamm

Meine Meinung

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Die Straßen von Berlin - Heute: Kaiserdamm

Der großspurige Weg in das Herz Berlins

Schon der Empfang verspricht Größe. Wäre nicht dieser achtspurig rauschende, niemals abbrechende Verkehr, der jeden unaufhörlich weitertreibt, man könnte sogar von Grandezza sprechen.

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Die Straßen von Berlin - Heute: Kaiserdamm

Menschen am Kaiserdamm

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Friedrichstraße Berlin

In der Friedrichstraße wohnten einst die Größen Berlins

Die Geschichte von Berlin lässt sich bei einem Spaziergang über die Friedrichstraße in Mitte auf beeindruckende Weise nachempfinden. Auf einer Länge von 3,3 Kilometern bietet sie dem aufmerksamen Besucher einen spannenden Exkurs durch die wechselvolle Historie der Hauptstadt.

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Ausflugs-Tipp: Der Charme eines Viertels im Wandel

"Kreuzkölln": Ein Spaziergang zu beiden Seiten des Landwehrkanals

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Ausflugs-Tipp: Durch Wald und Flur zum Pferdehof

Eine Radtour von Zehlendorf über Stahnsdorf nach Schenkenhorst

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1961-1989

Fall und Bau der Berliner Mauer

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Kriminalität in Berlin

Kriminalität in Berlins Bezirken und Stadtteilen

Kriminalitätsbelastung in öffentlichen Räumen