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Tresor Club

Im Tresor-Club reifte Techno zur Kultbewegung

Der Tresor-Club ist der älteste und bekannteste Techno-Club in Berlin. Zwischen 1991 und 2005 wurde im Tresorraum des ehemaligen Wertheim-Kaufhauses an der Leipziger Straße 126-128 getanzt, seit 2007 residiert der Tresor im ehemaligen Heizkraftwerk Mitte in der Köpenicker Straße

Technoclub "Tresor" in Berlin




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Technoclub

Als Dietmar-Maria Hegemann, besser bekannt als Dimitri Hegemann, 1991 den Tresorraum des alten Wertheim-Kaufhauses nahe des Leipziger Platzes entdeckte, beschloss er, dort einen Techno-Club einzurichten. Schon drei Monate nach der Idee, im März 1991, eröffnete der Tresor-Club seine Türen – als erster Techno-Club Berlins. Auf Dekoration hatten die Betreiber verzichtet, sie beließen den Tresorraum so wie er war, sogar die aufgebrochenen Schließfächer blieben erhalten.

Angefangen hatte die Geschichte des Clubs im Grunde genommen schon 1988. In jenem Jahr gründeten die Techno-Aktivisten Hegemann, Achim Kohlberger und Carola Stoiber den Ufo-Club, der zunächst nahe dem Schlesischen Tor in Kreuzberg befand und nur durch eine Luke mit Leiter zu betreten war. Als die Behörden den teilweise illegalen Betrieb entdeckten, zogen die Betreiber in eine alte Supermarkt-Filiale in Schöneberg um. 1990 war Schluss – und ein Jahr später bekam die Techno- und Acid-House-Gemeinde mit dem Tresor ihren ersten Berliner Techno-Club, den sie sofort begeistert aufnahm.

Mehrere Räume boten unterschiedliche Musik – vom Globus im Erdgeschoss, wo House gespielt wurde, über den Gewölbekeller mit Detroit Techno bis zum Tuna Garden unter freiem Himmel. DJs wie Tanith, Clé oder Wolle XDP kümmerten sich ums Auflegen, bei der Love Parade war Sven Väth zu Gast. Internationale DJs und Musiker sorgten dafür, dass der Tresor-Club zur Plattform für die internationale Techno-Bewegung wurde. Sogar ein eigenes Plattenlabel entstand.

 

2005 wurde der alte Tresor abgerissen

Doch im April 2005 war Schluss: Es gab Baupläne für das Gelände nahe des Potsdamer Platzes – am 16. April gab es die letzte Party, wenige Wochen später wurde das Gebäude abgerissen. Der Tresor zog eine zeitlang in andere Clubs um, gleichzeitig begann die Suche nach einem Ersatzgebäude. Am 25. Mai 2007 schließlich zog der Tresor-Club ins einstige Heizkraftwerk Mitte an der Köpenicker Straße. Auch die neuen Räume sind eindrucksvoll. Der „Batterieraum“ ersetzt den alten Globus, von der „+4 Bar“ aus kann man in die Ruine des Kraftwerks schauen, und wenn man in den Keller des Tresor-Clubs will, muss man durch einen 30 Meter langen Tunnel gehen. Einige der Schließfächer aus dem alten Tresor-Club haben die Betreiber mitgenommen und am neuen Standort angebracht ¬ – Reminiszenz an die alten Zeiten.

Vier Floors gibt es im neuen Tresor-Club, die Musik-Stile bewegen sich vom puren Underground-Techno über Electro, Tech-House und House, für neue und unbekannte Klänge ist der Club nach eigenen Angaben offen. Am Mittwoch gibt es den Bonito House Club, freitags und sonnabends legen Gäste oder Resident-DJs auf. Strenge Regeln herrschen hier übrigens nicht: Lediglich alkoholisierte oder unter Drogeneinfluss stehende Besucher, solche mit rassistischer oder rechtsextremer Gesinnung oder Jugendliche unter 18 Jahren werden zurückgewiesen.

 

Tresor-Club, Köpenicker Str. 70, Mitte, U-Bhf. Heinrich-Heine-Straße, geöffnet Mi/Fr/Sa ab 0 Uhr. www.tresorberlin.de



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