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Bread & Butter

In Berlin beginnt der textile Ausnahmezustand

Spektakulärer Auftakt der Berliner Modewoche: Am Dienstagabend feierte die Streetwear-Messe "Bread & Butter" ihre Eröffnungsparty im einstigen Flughafen Tempelhof.
Fuerza Bruta Preview - Bread & Butter Berlin



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Es geht um Stoffe, Schnitte, Farbpaletten. Um den schönen Schein. Und um das Geschäft. In Berlin herrscht in den kommenden Tagen eine Art textiler Ausnahmezustand. Während vom heutigen Mittwoch an bei der Mercedes-Benz Fashion Week im Zelt am Brandenburger Tor die Kreativen ihre Ideen für den Herbst und Winter 2012/2013 vor ausgewähltem Publikum präsentieren, feierte eine andere, mittlerweile feste Institution der Berliner Modewoche bereits am Dienstag ihre Eröffnung. Die Streetwear-Messe „Bread & Butter“ lockte zur Eröffnungsparty in den einstigen Flughafen Tempelhof.

 

Dort, wo sich von nun an 600 Modemarken auf 75000 Quadratmetern dem Fachpublikum aus Einkäufern, Journalisten und Ausstellern vorstellen wollen, vergnügte sich das stilbewusste und betont lässige Publikum – wenn es denn in das Gebäude gelangte. Bereits in den frühen Abendstunden bildeten sich lange Schlangen, und nicht jeder bekam die Gelegenheit, die spektakuläre Tanzperformance der Combo „Fuerza Bruta“ live zu verfolgen, die in durchsichtigen, unter der Decke schwebenden Pools ein Ballet zeigte.

 

„Großartig“ fand es etwa MTV-Moderator Patrice Bouédibéla, regelmäßiger Gast bei der „Bread & Butter“. Dessen Geschäftsführer, Karl-Heinz Müller, ist ein guter Freund von ihm und „einfach einer der coolsten in Berlin“. Ein Lob, dem sich der einstige „Germany's Next Topmodel“-Juror Rolf Schneider gern anschließen wollte. „Berlin hat Düsseldorf alles weggenommen“, meinte er in Anspielung auf das Modezentrum der 80er- und 90er-Jahre, das mit der „cpd“ einst über die weltweit größte Modemesse verfügte.

 

Mittlerweile allerdings kann sich niemand mehr der Hauptstadt entziehen, „Bread & Butter“ gilt in ihrem elften Jahr längst als ein Motor der Modestadt Berlin. Entsprechend entspannt gab sich Müller bereits zur Eröffnung. Er freue sich, sagte er schlicht, ehe er, wie gewohnt in Denim gekleidet, in der Masse verschwand. Jeans und Sneakers waren auch sonst an diesem Abend dominierend, passend zu den Kollektionen der ausstellenden Labels wie G-Star, Cheap Monday und Diesel. Allerdings, befand Patrice Bouédibéla, könne heutzutage „Streetwear ohnehin nicht mehr von Haute Couture unterschieden werden“. Erst recht nicht hier, in der Hauptstadt, in der sich niemand auf einen festen Stil festlegen lassen möchte.

 

Dem gibt zumindest die Vielfalt der gezeigten Entwürfe in diesen Tagen Recht. Wer es etwas glamouröser mag, den zieht es zur gleichzeitig stattfindenden „Premium“-Messe im früheren Postgüterbahnhof an der Luckenwalder Straße.

 

Dort sind dann auch Entwürfe von Designern wie Lena Hoschek und Michael Michalsky zu finden. Sie zeigen ausgewählte Stücke zudem noch bei der Fashion Week am Brandenburger Tor.

 



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